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Genähte Boote gibt es bei den Naturvölkern soweit man zurückdenken kann.
Die "Genähte Bauweise" in der jetzigen Form, ist erst einige Jahre alt.
Sie wurde  durch die Verwendung von Epoxid-Harz möglich.
Da es sich vorwiegend um eine Baumethode für Selbstbauer handelt, sind auch
die Baupläne besser auf die Bedürfnisse der Amateure zugeschnitten.
Das Resultat: Einfache handwerkliche Anforderungen, einfachere Zeichnungen und Beschreibungen,
geringer Werkzeugpark, keine Helling. (Helling = Gerüst zur Aufrichtung der Spanten)
Gegenüber normalen Knickspantern, gibt es viel weniger Teile und keine komplizierten Holzverbindungen.
Durch die Bauweise ohne Helling, kann der Rumpf in den Baupausen unter die Garagendecke gehängt, oder in einem Schuppen verstaut werden.


Die nachfolgende Bilderserie soll die Arbeitsgänge an einem Kajak erläutern.
Für Seekajaks und Kanadier sind die Arbeitsabläufe identisch.






Schäftung oder Schräglasche

An den übereinander gelegten Sperrholzplatten wird eine Schräge angehobelt







Die Schräge wird sauber angeschliffen










Die beiden Sperrholzplanken
werden verklebt.
Im Bild eine selbstgebaute
Spindelpresse







Mit einem straff gespannten Draht wird die Basislinie ermittelt und angerissen







Aus der Tabelle werden die Maße rechtwinklig auf die Planke übertragen







Die so ermittelten Messpunkte werden mit einer Straklatte verbunden und angerissen.







Aussägen der einzelnen Plankengänge




Alle Planken werden an den Rändern strakend geschliffen, abgerundet, oder mit einer Fase versehen.
Dadurch lassen sich die Planken rutschsicher vernähen.





In die Planken werden alle 200 mm bis 250 mm Löcher für die Kupferdrähte gebohrt
Der Nähvorgang beginnt mit der Kiellinie.







Boden- und Kimmplanke sind miteinander verbunden.






Nachdem die Seitenplanken angebracht sind, wird der Rumpf mit Gurten waagerecht aufgehängt.
Eine Umschlin-
gung der Gurte um den Rumpf ist zu vermeiden, weil sich in diesem Zustand Beulen in der Außenhaut abzeichnen können.







Die Nahtstellen werden abgeklebt und mit Epoxid-Harz verspachtelt.






Aus einer Glasgewebebahn werden im Winkel von 45 Grad 30 mm breite Streifen geschnitten.
Diese fransen an den Rändern nicht aus.







Die Glasgewebe-
streifen werden auf einer
Unterlage mit Harz getränkt.
Hierzu dient ein Spachtel.
(Keinen Pinsel oder Rolle verwenden)






Die vorgetränkten Glasgewebe-
streifen werden auf die Spachtelnähte laminiert.
Hammer und Schraub-
schlüssel dienen
als Gewichte.





Einkleben der Innenteile.
Im Bild eine Spantschablone.
Die Pappspitzen sind mit Heißkleber fixiert und ergeben die Spantaußen-
maße.







Die Seitdecks-
Planke wird mit einem Balkweger versehen.











Vor- und Heckspant sind eingeklebt







Die Seitdecks-
planken sind angebracht und das Kajak wird innen lackiert.













Vorgefertigte Decksbalken werden angepasst







Alle Unterzüge sind verklebt und verschliffen






Das Boot ist innen lackiert und mit Feststoffauftrieb ausgestattet.
In dieser Bauphase wiegt das Kajak 9 kg







Mit Hilfe einer Papp-
schablone werden die Decksplanken ausgesägt







Die Verklebung des Decks wird vorbereitet







Verpressen der Klebung mit Schraubzwingen.
Es geht auch mit Schrauben- oder Nagelleisten







Ausmessen des Decksüber-
standes mit einer Tastgabel












Das aufgeklebte Deck, beigehobelt und vorgeschliffen











Der für die Einstiegsluke vorgefertigte Süllrand








Anpassen des Süllrandes










Das Kajak im vorgeschliffenen Zustand, zum Aushärten unter die Decke gehängt






Der Rumpf ist vollflächig verspachtelt und wird wegen der Staubentwick-
lung im Freien geschliffen.







Nach dem Schleifen wurde der Rumpf mit Porenfüller und einer Grundierung gestrichen.



Die zweifache Epoxischicht auf dem Deck wird geschliffen und mit einer Ziehklinge geglättet.





Die Lackierung wurde mit einer Farbrolle aufgebracht und mit einem Pinsel nachgestrichen.




Zwischenzeitlich wird der Süllrand hergestellt.
Für diese Arbeit ist eine besondere Helling erforderlich.







Der fertige Süllrand





Der Süllrand wird aufgeklebt.
Für diese Arbeit sind Schraubzwingen nötig.








Das Kajak 4,4m noch ohne Sitze und Beschläge.






Die Puzzle-Schäftung

4 mm Sperrholz wird in der Regel mit einer 1:10 Schäftung verbunden.
Das sind 40 mm und so lang sind auch die Puzzle-Finger.
Diese sind ellipsenförmig.
Die Breite der einzelnen Finger betragen etwa 25 mm und
mindestens 15 mm am Fingergrund, bei einem gegenseitigen Abstand von 40 bis 45 mm.
An den Plattenrändern dürfen die Finger nicht zu schmal ausfallen (Bruchgefahr).
Die Puzzle-Schäftung ist hinter schnitten und lässt sich, nach dem Zusammenstecken, nicht auseinanderziehen.
Wird nur ein Boot gebaut, lohnt sich die Erstellung mit dem Oberfräser nicht,
denn es müssen zwei unterschiedliche passgenaue Schablonen angefertigt werden.
Außerdem müssen die Rundungen so angelegt sein, dass ein Umfahren mit dem Fräser möglich ist.
Für 6 mm Sperrholz können etwa die gleichen Maße verwendet werden.
Die Puzzle-Finger brauchen auch nicht gleichmäßig zu sein, denn es wird zunächst die eine Platte ausgesägt und sauber verschliffen. Diese Platte wird anschließend als Schablone verwendet. Das Aussägen der zweiten Puzzle-Finger, muss sehr sauber ausgeführt werden, ist aber keine große Kunst.
Nun wird so lange geschliffen und angepasst, bis die Verbindung straff schließt.
Die beiden Planken werden mit Markierungen versehen, flach auf einem Tisch fixiert und nach Aufmaßtabelle angerissen. Danach werden sie ausgesägt, vorsichtig auseinander genommen und zwischengelagert.

Die Verklebung, mit Epoxid-Harz, wird flach auf einem Tisch durchgeführt, wobei die Enden der Planken und die Schäftungsstelle nach der Aufmaßtabelle auszurichten sind.

Puzzle aufreißen

Puzzlefinger
mit Epoxi
verkleben


Kajak 4,4m